Wann spricht man von Steuerhinterziehung

In schöner Regelmäßigkeit beschäftigt eine wichtige Fragestellung die deutsche Allgemeinheit: Wann wird von einer Steuerhinterziehung gesprochen? In der Wirklichkeit ist die Antwort auf die Fragestellung schwieriger als es klingt. Wenn ungenügend Steuern an die staatlichen Finanzbehörden abgeführt, somit im juristischen Sinne verkürzt werden, ist dies eine Steuerhinterziehung, welche als Straftat gilt und deshalb verfolgt wird. kompetente Wirtschaftsprüfer sind die allererste Adresse, wenn man Ratschlag braucht.

Wann wird von der Steuerhinterziehung gesprochen? Das ist nicht bloß dann der Fall, sobald den Finanzämtern falsche bzw. unvollständige Angaben übermittelt werden. Selbst der Versuch ist nach internationalem Strafrecht schon strafbar. Immerhin mit Geldstrafen bzw. mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren kann in Deutschland diese Straftat geahndet werden. Strafbar ist es zudem, das Finanzamt über steuerlich erhebliche Tatsachen im Unklaren zu lassen oder die Verwendung von Steuerzeichen oder Steuerstempeln pflichtwidrig zu unterlassen, (z. B. bei der Herstellung von Zigaretten). Ein Wirtschaftsprüfer kann unzählige solcher Schwierigkeiten schon im Keim ersticken, er weiß ziemlich genau, wo für den Bürger die steuerlichen Fallen versteckt sind.

Praktisch soll es passieren, dass ein Unternehmer bzw. Selbständiger für die Ausführung der Aufträge Mehrwertsteuer erhält, sie aber nicht an das Finanzamt abführt. Auch die Mehrwertsteuer ist, dies sagt internationales Steuerrecht, abgabepflichtig und so ist es auf keinen Fall verwunderlich, dass eine Steuerhinterziehung sogar europaweit verfolgt werden kann und auch bereits verfolgt wird. Man macht sich somit strafbar, wenn man ein Einkommen aus gewerbsmäßigen Geschäften bezieht und die Zahlen nicht vor dem Finanzamt geltend macht. Des weiteren besteht auch ein Straftatbestand, wenn Firmen – allerdings auch Privatpersonen – so genannte “Schwarzgelder” an ausländische Banken buchen, um sie da mit Profit anzulegen und keine Steuern an den deutschen Staat zurückgeführt werden. Die Debatten um sogenannte Steuer-CD, die aus der Schweiz oder Liechtenstein in die Bundesrepublik Deutschland kamen, führten zu zahlreichen Ermittlungsverfahren und anschließenden Nachzahlungen.

Wann also spricht man von Steuerhinterziehung? Während die Gesellschaft Steuerhinterziehung verstärkt als Kavaliersdelikt angesehen, was sicher auch Folge von bekanntgewordenen Verfahren gegen Prominente ist, handelt es sich um ernstes Delikt. Hier kann der Wirtschaftsprüfer Hilfe leisten. Eine Selbstanzeige kann hilfreich sein, einigermaßen glimpflich aus einem derartigen Verfahren herauszukommen. Auf der anderen Seite wirbt die deutsche Regierung ja sogar damit, eine Steueramnestie zu gewähren. Durch die Nachzahlung, über die sich der Staat Mehreinnahmen in Milliardenhöhe erhofft, ist er im Gegenzug bereit, von der Strafverfolgung abzusehen. Man soll sich allerdings auf keinen Fall darauf einlassen, die beste Möglichkeit, jedem Verdacht aus dem Weg zu gehen ist es, umfänglich und fristgerecht seine Steuern zu zahlen. Im Zweifel muss sich der Unkundige den Rat des Steuerberaters einholen.

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